BME-Region Ulm-Alb

Vernetzte Wertschöpfungsketten sicher und wettbewerbsfähig gestalten

Datum:

26.11.2026, 18:00 bis 20:00

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Adresse:

Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg
Ludwig-Erhard-Str. 1 | 89520 Heidenheim

Präsenzveranstaltung

Referenten:

Professor Dr.-Ing. Gunther May

Kosten:

Keine

Max. Teilnehmerzahl:

150

Kontakt:

Markus Schmid (IHK)
Professor Dr. Tobias Engel (BME) - tobias.engel@hnu.de

Anmeldung


Anmeldeschluss: 25.11.2026 20:00

Die Fabrik der Zukunft ist vernetzt, automatisiert und datengetrieben. Sensoren erfassen Maschinen- und Prozessdaten, Roboter und fahrerlose Transportsysteme unterstützen Produktion und Logistik. MES- und ERP-Systeme verbinden Fertigung, Materialflüsse und Unternehmensprozesse. Die entstehenden Daten ermöglichen Automatisierungen, steigern die Effizienz und stärken die Wettbewerbsfähigkeit.

Mit der zunehmenden Vernetzung wächst jedoch auch die Angriffsfläche. Jeder Sensor, jede Maschine, jede Schnittstelle und jeder externe Zugriff kann ein potenzielles Einfallstor darstellen. Zusätzliche Herausforderungen entstehen durch den Einsatz von KI-Anwendungen, insbesondere wenn Produktions- und Maschinendaten zur Analyse oder Modellverarbeitung in Cloud-Systeme übertragen werden. Unternehmen müssen daher abwägen, welche Daten extern verarbeitet werden dürfen, welche lokal in der Fabrik verbleiben sollten und wie sich Datensouveränität, Vertraulichkeit und Nachvollziehbarkeit sicherstellen lassen. Cyberangriffe gefährden dabei nicht nur sensible Daten, sondern können zu Produktionsausfällen, Lieferverzögerungen, Qualitätsproblemen und Schäden an Maschinen oder Anlagen führen.

Der Vortrag zeigt, wie Unternehmen die Vorteile des Industrial Internet of Things nutzen und gleichzeitig ihre Produktionsumgebungen wirksam schützen können. Betrachtet wird das Zusammenspiel von Sensorik, Maschinen, Robotern, FTS, MES, ERP, Cloud-Plattformen und externen Dienstleistern. Dabei werden typische Risiken, kritische Schnittstellen und praxisnahe Schutzmaßnahmen vorgestellt.

IoT-Security ist keine reine Aufgabe der IT. Produktion, Einkauf, Logistik, Instandhaltung, Engineering und Management müssen gemeinsam handeln. Sicherheitsanforderungen sollten bereits bei der Auswahl und Beschaffung von Maschinen, Software und Dienstleistungen berücksichtigt werden.

Der Vortrag richtet sich an Geschäftsführer sowie Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Einkauf, Supply Chain Management, Logistik, IT, Instandhaltung und Digitalisierung.

Was Sie aus dem Vortrag mitnehmen:

  • Angriffsflächen erkennen: Risiken durch Sensoren, Maschinen, Roboter, FTS, Schnittstellen und externe Zugänge bewerten.
  • Security im Einkauf verankern: Sicherheitsanforderungen in Ausschreibungen, Verträgen und Lieferantenbewertungen integrieren.
  • IT und Produktion gemeinsam absichern: Besonderheiten industrieller Systeme und langer Anlagenlebenszyklen berücksichtigen.
  • Kritische Schnittstellen schützen: Übergänge zwischen Maschinen, MES, ERP, Cloud und Dienstleistern identifizieren.
  • Schutzmaßnahmen priorisieren: Transparenz über Geräte, Netzwerksegmentierung, Zugriffskontrollen, sichere Fernwartung und Monitoring umsetzen.
  • Cyberresilienz stärken: Produktionsfähigkeit, Lieferfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.

Anmeldung via https://event-ihk.de/vernetzt2611

Ansprechpartner

Prof. Dr. Tobias Engel Vorstandsmitglied
+49 151 22432774