12.10.2020

Weltkarte der Risiken

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Corona, Corona …. und sonst nichts ?

Am 23. September 2020 konnte die BME Region Ulm-Alb in der Gemeinschaftsveranstaltung mit der IHK Ulm in der ersten Präsenzveranstaltung seit dem Corona-Lockdown ein Thema präsentieren, welches aktueller nicht sein konnte.

Gewinnen konnte man für diese Veranstaltung Prof. Dr. Mario Jung, Professor für VWL und Wirtschaftsethik an der Hochschule Kaiserslautern. Dieser arbeitete zuvor viele Jahre in der volkswirtschaftlichen Länderrisiko- und Währungsanalyse im Finanzsektor, zuletzt beim Kreditversicherer Coface.

Mit der globalen Verbreitung des Corona-Virus hat sich die weltwirtschaftliche Stimmungslage dramatisch eingetrübt. Notenbanken und Regierungen haben umfangreiche Stützungsmaßnahmen initiiert, um die globale Rezession wenigstens etwas abfedern zu können. Dennoch kommen wir in diesem Jahr nicht an einem starken wirtschaftlichen Einbruch der globalen Aktivität vorbei. Doch die Frage aus ökonomischer Sicht bleibt, welche Szenarien wir für das nächste Jahr in den Blick nehmen können? Gibt es die von vielen erhoffte V-förmige-Erholung, oder müssen wir uns auf starke Konjunkturschwankungen einstellen, im Einklang mit möglichen weiteren Wellen der Corona-Pandemie.

Aufgrund der Dominanz des Corona-Virus für die volkswirtschaftliche Entwicklung fallen andere gravierende Risiken etwas unter den Teppich. Dabei ist nämlich an altbekannte Themen zu denken, die uns schon seit dem Jahre 2016 beschäftigen: die US-Politik mit ihren Auswirkungen auf den globalen Handel sowie der Vollzug des Brexit. Da die USA und UK zu den Top-Handelspartnern Deutschlands gehören, können die dortigen politischen Entscheidungen auch eine große Brisanz mit sich bringen.

Somit ist Corona nicht das einzige Risiko für die Weltwirtschaft. Prof. Dr. Mario Jung zeigte in seinem Vortrag, mit welchen Kernrisiken wir uns global und auch in der deutschen Wirtschaft auseinanderzusetzen haben. Dabei wagte er einen Blick auf die globale Risikokarte: In welchen Ländern sind besondere Risiken zu beachten, und gibt es noch so etwas wie so genannte „sichere Häfen"?

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